LESTRA
Horner Heerstraße

Warenhaus, Name gebildet aus Lebensmittel und Strangemann bzw. Leffers und Strangemann

1969 baute die Bremer Straßenbahn AG auf dem ehemaligen Straßenbahndepot aus Fertigteilen eine 45 mal 80 Meter große Verkaufshalle mit einer Verkaufsfläche von 2400 m² und 180 Stellplätzen für einen Supermarkt. Dieser wurde errichtet auf den Grundmauern der alten Reparatur- und Bushallen der Bremer Straßenbahn AG. Eine geplante Tankstelle wurde nicht realisiert. Die Verkaufshalle wurde an die von Heinz Strangemannn im gleichen Jahre gegründete LESTRA GmbH verpachtet.

Das Lestra-Kaufhaus wurde am 22.10.1970 um 9:30 Uhr mit einem Platzkonzert eröffnet. Das Warenangebot bestand ganz in der Tradition der Familie Leffers aus einem Sortiment aus Textilien, Hartwaren und Lebensmitteln, die in der Anfangszeit nur 20 Prozent des Angebots ausmachten.

Im Warenangebot der Anfangstage waren Wäschekörbe aus Hartplastik für 3,75 D-Mark, Transistor-Radios der Marke „Polaris“ mit Mittelwelle, sechs Transistoren und Kopfhörer sowie einem halben Jahr Garantie für 15,95 D-Mark. Als Textilschlager für die Dame wurden Kurz-Unterkleider mit Spitze für 2,95 D-Mark angeboten und für den täglichen Bedarf Sunil in der 3-kg-Tragepackung für 5,95 D-Mark, Jamaika Rum die 1-Liter-Flasche für 5,48 D-Mark sowie Aufschnitt (fünffach sortiert) 100 Gramm für 68 Pfennige. In der Folgezeit wurde das Sortiment immer mehr auf Lebensmittel umgestellt. Viele Spezialitäten – inklusive Luxus-Tafelwasser, die Flasche für nur 50 Euro – sind inzwischen in das Sortiment aufgenommen und machen das Kaufhaus zum Gourmet-Tempel der Feinschmecker, der Kunden aus ganz Bremen und dem Umland anlockt. Zur weiteren Attraktivitätssteigerung des Lestra-Standorts trug 1977 auch der Bau des Ärztezentrums an der Horner Heerstraße bei.

2019
Lestra erlaubt das "Containern" (WK 15.6., Spiegel Online)

 

 
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