Freiwillige Feuerwehr Lehester Deich
Brandmännern
(Alle Männer von 18-45 Jahre). 1936 wurde die "Freiwillige Feuerwehr
Lehesterdeich", im Beisein von Bürgermeister Kruse, von Paul Busch, Johann
Garbade, Diedrich Gartelmann (Oberbl.7), Diedrich Gartelmann (Oberbl.8),-
Heinrich Gartelmann, Philipp Gartelmann, Wilhelm Gartelmann, Jacob Marks, Albert
Schumacher und Hermann Schütte gegründet.
Als erster Feuerwehrhauptmann wurde Wilhelm Gartelmann (Bild rechts), Oberblockland 12, als stellvertretender Hauptmann Philipp Gartelmann, Oberblockland Nr. 14 und als Gruppenführer Johann Garbade, Lehester Deich 160 gewählt.
Das Spritzenhaus war zunächst in Oberblockland Nr. 4 bei Schorfmann. Ein alter umgebauter PKW mit außenliegender Handbremse diente zunächst als Mannschafts- und Gerätewagen. Kurz nach der Gründung wurde die Handspritze durch eine "Magirus" Motorspritze ergänzt. Feueralarm wurde damals per Fahrrad und Blashorn verbreitet, später wurden die Feuerwehrmänner in Ermangelung eines eigenen Telefonanschlusses über den Fernsprecher im Lokal "Jan Reiners" alarmiert .
1937 erhielt die freiwillige Feuerwehr nach zähen Verhandlungen die Genehmigung zum Bau eines neuen Feuerwehrhauses am Lehester Deich 135, das mit geringen finanziellen Mitteln und viel Eigeninitiative unter schwierigen Bedingungen fertiggestellt wurde. Die Baumaterialien wurden beim Baustoffhändler Heinrich Nordmann in der Berckstraße eingekauft. Später zog sie in das neue Haus am Lehester Deich 141 ein.
Zur Verbesserung des Brandschutzes und zur Bewältigung der zahllosen Einsätze im zweiten Weltkrieg erhielt die Feuerwehr 1941 als zweites Löschfahrzeug einen Opel-Blitz.
1945 wurde die Freiwillige Feuerwehr Lehesterdeich in das Bremische Feuerwehrwesen eingegliedert.
Der erster Feuerwehrhauptmann, Wilhelm Gartelmann schreibt 1949 in einer kleinen Chronik:
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Chronik der freiwilligen Feuerwehr Lehester Deich 1. Gründung Die freiwillige Feuerwehr Lehester Deich wurde am 7.6.36 gegründet. Somit wurde die alte Tradition der Pflichtfeuerwehr der Gemeinde aufgelöst. Die Pflichten der sogenannten Brandwehr wurden von der freiw. Wehr übernommen. Die noch am 16.5.36 in der Liste geführten Männer in einer Stärke von 96 Brandmännern wurden durch 17 Mitglieder der freiw. Wehr ihren Verpflichtungen entbunden. Der Dienst der freiw. Feuerwehrmänner wird ehrenamtlich ausgeführt. Zum Gemeindebrandmeister wurde Wilh. Gartelmann gewählt. Stellvertreter wurde Phil. Gartelmann. 2. Fahrzeuge und Geräte Am Gründungstage wurde die schon lange in Aussicht
genommene Motorisierung der Wehr beschlossen. Im August 36 wurde die
Handdruckspritze durch eine Magirus Kleinmotorspritze ersetzt. Ein
umgebauter PKW diente als Mannschafts- und Gerätewagen. Da sich dieses
Fahrzeug nicht bewährte wurde am 2. Februar 41 durch die Gemeinde ein
neues Löschfahrzeug mit Anhänger gekauft. Das alte Fahrzeug diente
weiter als Mannschaftswagen. 3. Spritzenhaus und weiterer
Ausbau Da die Gemeinde sich weiter
ausdehnte (Siedlungen) und bereits am 10.12.37 ein neues Spritzenhaus für
zwei Fahrzeuge mit Anhänger gebaut wurde, konnte am 27.9.43 so lang
ersehnte nur durch die Ereignisse des Krieges verzögerte zweites
Fahrzeug mit Anhänger und Geräten eingestellt werden. So kam auch das
neu erbaute zur vollen Ausnutzung. Denn gerade beim Bau des
Spritzenhauses wurde von den Mitgliedern der freien Wehr tatkräftige
freiwillige Arbeit geleistet. 4. Einsätze der Wehr Jetzt war es der Wehr noch in stärkerem
Maße möglich die durch den so wahnsinnigen Krieg entstandenen Löscheinsätze
zu verstärken, um die Not der Menschen zu lindern und noch schwereres
zu verhüten. 5. Leitungen und Mitglieder der
Wehr Die Wehr wird vom Gründungstage an
und auch jetzt noch von Wilh. Gartelmann geleitet. Nur während dessen
Einberufung zur Wehrmacht vom 4.12.44 bis 8.9.45 wurde die Wehr von
D.Reiners und Phil. Gartelmann betreut. Leider hat uns der Krieg so
manchen treuen und einsatzfreudigen Kameraden genommen. Aber auch die Reserve
der Wehr, Männer von 60-70 Jahren, haben bei den vielen schweren Einsätzen
des Krieges treu zur Wehr gestanden.
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Einsatz in den 50ern und 60ern
1962 Katastropheneinsatz bei der Sturmflut
1973 Bau der Fahrzeughallen und des Gemeinschaftsraumes
1975 Einsatz beim Großbrand in der Lüneburger Heide
1976 Sturmfluteinsatz am Wümmedeich
1983 Anschluss der Jugendfeuerwehr
Die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr von W. Früchtnicht von 1936 - 2006 als PDF